Aktuelles Veranstaltungsprogramm

Unsere nächsten Veranstaltungen und unser Begleitprogramm (Ausstellungen, Seminare, Workshops …) auf einen Blick. Alle Veranstaltungen dieses Monats finden Sie in der Monatsübersicht, frühere Veranstaltungen im Archiv.

Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 5 € / ermäßigt 3 €. Kein Kartenvorverkauf. Abendkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Lesungen/ Buchvorstellungen/ Filme … []

Di. 22.07. 20 Uhr
Lesungen und Gespräch

Ulrike Draesner „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“

Moderation Cornelia Geißler

Ulrike Draesners reicher Roman „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ führt nach Bayern und Schlesien, in die Psyche von Menschen und Affen. Vier Generationen leben, reden, schweigen in dem Buch – in den 1930er Jahren und heute. Ulrike Draesner bringt Gefühlserinnerungen in Sprache, legt die vernarbten Wurzeln der Familiengeschichte offen und blickt dabei neugierig nach vorn.

So. 27.07. 16 Uhr
Lesungen und Gespräch

>WEST-BERLIN, LITERARISCH!< Katja Lange-Müller „Böse Schafe“

Wolfgang Müller im Gespräch mit der Autorin
ACHTUNG AUSSER HAUS!
Ort: Märkisches Museum, Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin
Eintritt: 3 / 2 Euro

West-Berlin, ein eigenartiger Ort, eine Art „anderes Deutschland“ zwischen Bundesrepublik und DDR: Als die Mauer fiel, waren nicht nur die Tage der DDR gezählt, auch die Zeit West-Berlins ging zu Ende… Die in Ost-Berlin geborene Autorin Katja Lange-Müller ist 1984 nach West-Berlin übergesiedelt. Sie liest aus ihrem Roman „Böse Schafe“ und spricht mit dem Autor und Künstler Wolfgang Müller über die Kulturszene in Ost und West der geteilten Stadt und die letzten Jahre West-Berlins.

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin

Di. 29.07. 20 Uhr
Buchvorstellung

>ERZÄHLTE ZEIT< Mario Keßler „Ruth Fischer (1895 - 1961). Ein Leben mit und gegen Kommunisten“

Annett Gröschner im Gespräch mit dem Biografen

Ruth Fischer war Mitglied Nr. 1 der Kommunistischen Partei Österreichs und die weltweit erste Frau, die eine Massenpartei, die KPD, leitete. Später wurde sie, von Hitler und Stalin verfolgt, zur Antikommunistin, um sich am Ende ihres Lebens der undogmatischen Linken anzunähern. Ruth Fischer vereint wie sonst kaum jemand den Kalten Krieg in einer Person, vielleicht auch ein Grund, warum erst jetzt eine umfassende Biografie über sie erscheint.

So. 03.08. 14 Uhr
Stadtführung

>JOHNSON-WOCHE< Friedenauer Nachbarschaften. Johnson, Frisch, Grass & Co -AUSGEBUCHT!!!-

Mit Michael Bienert
ACHTUNG: AUSSER HAUS!
Anmeldung erforderlich unter Tel. 030–2822003 | Start/Ende wird bei Anmeldung bekannt gegeben | Teilnahmegebühr 5 €, erm. 3 €
wegen hoher Anmeldezahlen: ZUSATZTERMIN am 10. August 2014 um 14 Uhr!
Anmeldung für diesen Termin bitte per E-Mail unter johnson@text-der-stadt.de

„Friedenau war gut für Spaziergänge“, heißt es bei Uwe Johnson. Mit dessen Einzug in die Niedstraße 14 im Jahr 1959 begann der Aufstieg des Viertels zum Hauptquartier der jungen deutschen Literaturszene. Johnson persönlich regte Günter Grass zum Hauskauf an und half Max Frisch beim Umzug in die Sarrazinstraße. In Johnsons Mansardenwohnung plante die Kommune 1 das „Puddingattentat“ auf den US-Vizepräsidenten Humphrey. Als „a charming place to live“ ging Friedenau in den Roman Jahrestage ein.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Uwe Johnson-Gesellschaft und die Johannes und Annitta Fries Stiftung
Medienpartner: Kulturradio vom rbb

Mo. 04.08. 20 Uhr
Lesung und Diskussion

>JOHNSON-WOCHE< „Sincerely yours“: Uwe Johnsons Briefe und Briefwechsel

Mit Holger Helbig, Michael Opitz und Erdmut Wizisla
Moderation Greg Bond
Anschließend Weinempfang

Uwe Johnson schrieb viele tausend Briefe, pflegte seine Brieffreundschaften über viele Jahre. Er behielt Durchschläge von fast jedem Brief, den er schrieb. Wer seine Briefe liest, gewinnt einen Einblick in das literarische und intellektuelle Leben Deutschlands zwischen 1960 und 1980. Die Briefpartner waren – unter vielen anderen – Hannah Arendt, Margret Boveri, Ingeborg Bachmann, Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass, Max Frisch, Fritz J. Raddatz und Siegfried Unseld. Auch „private“ Briefwechsel waren Johnson wichtig – wie die umfangreichen Bestände im Archiv zeigen. Johnson war ein ungewöhnlich treuer Briefpartner, aber auch ein unerbittlicher Kritiker seiner Freunde. Seine Briefe sind literarische Miniaturen, stilistische Meisterwerke, nicht selten von verblüffendem Humor.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Suhrkamp Verlag
sowie durch die Uwe Johnson-Gesellschaft und die Johannes und Annitta Fries Stiftung
Medienpartner: Kulturradio vom rbb

Di. 05.08. 20 Uhr
Podiumsgespräch mit Videoeinspielungen

>JOHNSON-WOCHE< „Ich bitte den Verleger zu überdenken“: Uwe Johnson als Lektor und Rezensent

Mit Katja Leuchtenberger und Saskia Walker
Moderation Viviana Chilese

Uwe Johnson war nicht nur Schriftsteller, sondern er verfasste schon als junger Absolvent Gutachten für Verlage. Noch als bekannter Autor war er als Lektor, Herausgeber und Übersetzer tätig. Auch für „den dekorativen Bereich“ von Büchern hatte er etwas übrig und wollte bei Umschlaggestaltung und Satz seiner Bücher mitreden. Durch diese „kleinen“ Arbeiten erhoffte sich Johnson, Einfluss auf die öffentliche Meinung auszuüben. In diesem Kontext scheint es naheliegend, dass er 1964 für den westdeutschen Tagesspiegel das ostdeutsche Fernsehen rezensierte. Die Diskussion über den Lektor und Rezensenten Johnson wird unterlegt mit Ausschnitten aus „Uwe Johnson sieht fern“.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Uwe Johnson-Gesellschaft und die Johannes und Annitta Fries Stiftung
Medienpartner: Kulturradio vom rbb

Mi. 06.08. 20 Uhr
Lesung und Diskussion

>JOHNSON-WOCHE< „Es ist eine Täuschung, und fühlt sich an wie Heimat“: Uwe Johnsons Orte

Mit Roland Berbig und Norbert Mecklenburg
Es liest Ingolf Müller-Beck
Moderation Greg Bond

Uwe Johnson wuchs in Mecklenburg auf, studierte in Leipzig und lebte viele Jahre im geteilten Berlin. Er wohnte zwei Jahre in New York, die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in England. Geschichten, die Menschen erfahren, spielen an Orten, an welchen Geschichte stattfindet. Ein Gespür für die Besonderheiten dieser Orte kennzeichnet Johnsons Werk von seinem ersten Roman über eine mecklenburgische Kleinstadt bis zu seinen letzten „Inselgeschichten“ aus England. Dazwischen die großen Romane über das geteilte Deutschland und Berlin im Kalten Krieg und über das Leben in New York Ende der sechziger Jahre. Die Orte in Johnsons literarischem Kosmos sind getragen von der Spannung zwischen Großstadt und Provinz, Heute und Damals, Ortsverbundenheit und Heimatlosigkeit.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Uwe Johnson-Gesellschaft und die Johannes und Annitta Fries Stiftung
Medienpartner: Kulturradio vom rbb

Do. 07.08. 20 Uhr
Podiumsgespräch mit Videoeinspielungen

>JOHNSON-WOCHE< „Summer in the City“ (1969): Johnsons Text im Medium Film

Einführung und Diskussion Viviana Chilese und Cornelia Klauß

Im Februar 1969 strahlte das Dritte Programm den Dokumentarfilm „Summer in the City“ von Christian Schwarzwald und Robert Leacock aus, für den Uwe Johnson den Text schrieb und als Sprecher aus dem Off wirkte. Der Film wurde etwa ein Jahr später noch einmal gezeigt und ist seitdem in Vergessenheit geraten. Dabei erzählen Bilder und Text in unvergleichlicher Weise vom Leben unterschiedlicher sozialer Gruppen in New York Ende der sechziger Jahre. Der Film im Genre des Cinéma vérité gilt als Beispiel dafür, wie Uwe Johnson sein Erzählen im Medium Dokumentarfilm erprobt.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Uwe Johnson-Gesellschaft und die Johannes und Annitta Fries Stiftung
Medienpartner: Kulturradio vom rbb

Fr. 08.08. 20 Uhr
Lesung und Diskussion

>JOHNSON-WOCHE< „Wozu taugt der Roman?“: Uwe Johnson aus der Sicht zeitgenössischer Autoreninnen und Autoren

Mit Antje Rávic Strubel, Julia Schoch und Jens Sparschuh
Moderation Matteo Galli

In einem seiner Aufsätze legte Uwe Johnson unterschiedliche Kriterien für die Prüfung eines Romans fest: inhaltliche, gesellschaftliche, formale und nicht zuletzt ökonomische. Die Bedingungen, unter denen Johnsons Romane entstanden und die zu solchen Überlegungen geführt haben, sind heute nicht mehr gegeben. Verlieren seine Überlegungen deswegen an Bedeutung und sind seine Romane unzeitgemäß? Oder gewinnen sie gerade heute an Relevanz?

Mit freundlicher Unterstützung durch die Uwe Johnson-Gesellschaft und die Johannes und Annitta Fries Stiftung
Medienpartner: Kulturradio vom rbb

Ausstellungen/ Seminare/ Workshops … []

14.07.-31.08.2014
Ausstellung

Ruth Tesmar und Iwona Mickiewicz "Meine Reise nach Theben. Hommage an Else Lasker- Schüler" (Holzdrucke, Fotos, Texte)

„Theben“, als Name einer mythischen Stadt, war eines der Leitmotive von Else Lasker- Schüler. Das Projekt versteht sich als eine Hommage an die Dichterin, die ihren Ort in der Sprache und in Sprachbildern suchte und fand. Eine imaginäre Reise mit Else Lasker-Schüler quer durch Theben wird mittels farbiger Bilder, einem Kunstbuchobjekt „Ein Lied der Liebe“ von Ruth Tesmar sowie Film Stills und Texten von Iwona Mickiewicz nachvollzogen und mit dreidimensionalem Leben erfüllt. Mit diesem Projekt werden Brücken und Reflexionen zwischen Bild und Text sowohl hergestellt als auch ausgestellt. Diese Arbeit dient der Erweiterung und Erforschung eines Dialogs zwischen dem Alltäglichen und dem Gedächtnis. Sie repräsentiert experimentelle Formen der Darstellung: Bilder, unikate, farbige Holzdrucke auf Seidenkokon und skripturale Schreibbahnen von Ruth Tesmar sowie Texte und Standfotos aus Videofilmpassagen von Iwona Mickiewicz.

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