Aktuelles Veranstaltungsprogramm

Unsere nächsten Veranstaltungen und unser Begleitprogramm (Ausstellungen, Seminare, Workshops …) auf einen Blick. Alle Veranstaltungen dieses Monats finden Sie in der Monatsübersicht, frühere Veranstaltungen im Archiv.

Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 5 € / ermäßigt 3 €. Kein Kartenvorverkauf. Abendkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Lesungen/ Buchvorstellungen/ Filme … []

Mi. 22.05. 20 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch

Adolf Dresen „Der Einzelne und das Ganze. Zur Kritik der Marxschen Ökonomie“, hg. v. Friedrich Dieckmann

Sebastian Kleinschmidt im Gespräch mit Maik Hamburger und dem Herausgeber

Im Jahre 1976 vollendete der bekannte Theaterregisseur Adolf Dresen (1935–2001) eine Schrift, in der er Karl Marx’ Kapitalismus-Theorie einer grundlegenden Analyse unterzog. Herausgegeben und kommentiert von Friedrich Dieckmann, einem seiner damaligen Gesprächspartner, ist der Text jetzt zusammen mit weiteren Materialien, darunter einer Kritik Dresens an der fast zeitgleichen Analyse Rudolf Bahros, erstveröffentlicht worden. In einer Zeit, da die Verwüstungen des global entgrenzten Finanzimperialismus Marx’ Theorie eine neue Aufmerksamkeit zuführen, scheint seine Aktualität ungebremst.

Do. 23.05. 20 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch

Rainer Merkel „Das Unglück der anderen. Kosovo, Liberia, Afghanistan“

Moderation: Ferdinand Haenel

Nach einem Jahr, in dem Rainer Merkel in der Hilfsorganisation Cap Anamur in einer Psychiatrie in Liberia mitgearbeitet hat, reist er für jeweils zehn Tage in zwei weitere vom Krieg geprägte Länder: den Kosovo und Afghanistan. Hier begibt er sich auf die Suche nach den Traumata “der anderen”. Als Psychologe kann sich Merkel in die Menschen in den notleidenden Ländern, aber auch in die Männer und Frauen, die vom “Rausch des Helfens” erfasst werden, hineinversetzen. Eine lebendig geschriebene Reportage, die einen Blick hinter die Kulissen internationaler Hilfsorganisationen versucht.

Mo. 27.05. 20 Uhr
Lesung und Gespräch

>MÜLLERMONTAG< Heiner Müller/Traumtexte

Mit Gerhard Ahrens, Mark Lammert, Peter Staatsmann

Die Beschäftigung mit Träumen, den eigenen und denen anderer, und ein Interesse an Freuds Psychoanalyse reicht bei Heiner Müller bis in die Schulzeit zurück und hat immer wieder Niederschlag im Werk gefunden. Über Müllers „Traumtexte“, die Gerhard Ahrens gesammelt herausgegeben hat, spricht er mit dem Maler Mark Lammert, der mit Heiner Müller im Theater zusammengearbeitet hat, und dem Regisseur Peter Staatsmann, der mit einer Arbeit über Müllers Theater des Unbewussten promoviert hat.

Eine Veranstaltung der Internationalen Heiner Müller Gesellschaft, unterstützt vom Literaturforum im Brecht-Haus
Medienpartner: Neues Deutschland

Di. 28.05. 20 Uhr
Lesung und Gespräch

Petra Morsbach „Dichterliebe“

Alfred Eichhorn im Gespräch mit der Autorin

Petra Morsbach studierte in München und Leningrad und promovierte 1983 mit einer Arbeit zu Isaak Babel. In ihrem jüngsten Buch „Dichterliebe“ fragt sie ernst und ironisch zugleich nach dem Platz des Künstlers in der Gesellschaft. Dabei gelingt ihr ein hintergründiger Roman über deutsche Befindlichkeiten, sowie ein Blick zurück auf eine vermeintlich „gute alte Zeit“, so kommentiert der Verlag ihr jüngstes Werk. Was eine „Dichterliebe“ noch an den Tag bringt, versucht Alfred Eichhorn im Gespräch mit der Autorin zu erkunden.

Do. 30.05. 20 Uhr
Lebenszeugnisse

„Traumberuf Verleger“

Wolfgang Benz im Gespräch mit Klaus G. Saur

Klaus G. Saur, 1941 in Pullach bei München geboren, hat sich als Verleger weltweit einen Namen gemacht. Zuletzt war er Chef des Wissenschaftsverlages de Gruyter in Berlin, einem der bedeutendsten Akteure auf dem internationalen Informationsmarkt. Die Anfänge waren bescheiden: Der Vater, einst die rechte Hand des Rüstungsministers und Architekten Hitlers, Albert Speer, hatte nach dem Krieg einen Verlag für technische Fachliteratur gegründet. Der Sohn rettete das Unternehmen vor der Pleite und machte die Firma unter dem Namen K.G. Saur Verlag weltberühmt. Mit Ehrenämtern überhäuft, ist Klaus G. Saur der Typ des Verlegers aus Leidenschaft, der stets aus Verantwortung für seine Herkunft und die Geschichte seines Vaters handelte.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung

Sa. 01.06. 15 Uhr
Szenische Lesung

GASTVERANSTALTUNG: "Die völlig fremde Maus from outta space" - Lese-Performance

Regisseurin und Schauspielerin Sasha Sophie Halm insenziert das gleichnamige Bilderbuch von Kirsten Hinkler und Marc Hartmann.

Eine transgalaktische Lese-Performance für Kinder und Erwachsene (ab 5 Jahre). Als analoges Vorlese-Modul, ausgestattet mit den neusten Bugfixes und Performance-Verbesserungen, führt Sasha Sophie Halm uns bis an den Randstaub der Galaxien zur völlig fremden Maus und ihrem ständigen Begleiter DziDzi PinGg. Ungebunden ziehen die beiden von Materialinsel zu Materialinsel auf der Suche nach allerlei Sammelwerten. Sie lesen auf, sammeln ein, speichern. Sie folgen dabei keiner bestimmten Route, sondern lassen sich vom Universum inspirieren. Ständig auf der Suche nach neuen, unbekannten, bereichernden Signalen.
(Dauer der Performanc ca. 30 Minuten)

Sa. 01.06. 11 Uhr
Szenische Lesung

GASTVERANSTALTUNG: Sasha Sophie Halm performt "Die völlig fremde Maus from outta space" im Rahmen von "24 Stunden Buch"

Sasha Sophie Halm insenziert das gleichnamige Bilderbuch von Kirsten Hinkler und Marc Hartmann.

Eine transgalaktische Lese-Performance. In Kooperation mit der Regisseurin und Schauspielerin Sasha Sophie Halm inszenieren die Autoren ihr neues, im Sommer 2013 erscheinendes Bilderbuch als ein lautmalerisches Seh- und Hörerei­gnis der besonderen Art. Für Kinder ab 5 Jahren.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Veranstaltung “24 Stunden Buch”: Am 31. Mai und 1. Juni 2013 von 12:00 Uhr bis 12:00 Uhr werden rund um die Uhr, teils an sehr ungewöhnlichen Orten, Lesungen und andere literarische Events für Kinder und Erwachsene stattfinden. Ein Bustransfer wird zu abendlicher und nächtlicher Zeit die Leseorte miteinander verbinden. Die Eintrittskarten zu »24 Stunden Buch« werden in allen teilnehmenden Buchhandlungen und beim Busfahrer in Form eines Armbands erhältlich sein. Eintritt für Erwachsene kostet 10 €, für SchülerInnen und StudentInnen 6 €. SchülerInnen in Begleitung von Erwachsenen haben freien Eintritt. Weitere Informationen: http://www.berlinerbuchhandel.de/de/berlin_brandenburg/24_Stunden_Buch/555038

Di. 04.06. 20 Uhr
Lesung und Gespräch

Christoph Hein „Vor der Zeit. Korrekturen“

Moderation: Michael Opitz

In seinem neuen Erzählungsband „Vor der Zeit“ wendet sich Christoph Hein, sonst eher als Chronist der jüngsten Vergangenheit und der unmittelbaren Gegenwart bekannt, den griechischen Mythen und Göttern zu. Es bedarf nur kleiner Korrekturen und die Taten von Göttern und Titanen verkehren sich in ihr Gegenteil. Sieger hätten zu Verlierern werden können, wenn Korrekturen möglich gewesen wären. Die Geschichten spielen zwar in der Vergangenheit, aber sie erweisen sich als höchst aktuell.

Mi. 05.06. 20 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch

*ENTFÄLLT* Jochen Hellbeck „Die Stalingrad-Protokolle. Sowjetische Augenzeugen berichten aus der Schlacht“ *ENTFÄLLT*

Leider muss die Veranstaltung entfallen!

Mo. 10.06. 20 Uhr
Dichterleben

Richard Pietraß im Gespräch mit Snežana Minić

Als ihre Qualheimat Serbien in Nationalismus, Krieg und Bruderhass versank, floh die junge Dichterin mit Mann und kleinen Kindern in ihre deutsche Wahlheimat, deren Sprache sie als Studentin in Belgrad und Berlin gelernt hatte. Nach zwanzig Jahren in Hamburg heimisch, kehrt ihre Kinderseele noch immer in das großväterliche Apfelbauernland und zum urgroßmütterlichen Kräuterwissen zurück, obwohl sie längst versucht, mit Worten zu heilen.

Di. 11.06. 20 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch

Stefanie Waske „Nach Lektüre vernichten! Der geheime Nachrichtendienst von CDU und CSU im Kalten Krieg“

Moderation: Stefan Reinecke

Den Wahlsieg Willy Brandts im Jahre 1969 interpretierte die CDU/CSU als Gefahr für die Sicherheit und Souveränität der Bundesrepublik. Mit Hilfe eines ehemaligen BND-Mitarbeiters gründeten die Unionsparteien daraufhin einen eigenen CDU/CSU-Nachrichtendienst – ein bis heute unbekanntes und dunkles Kapitel der Geschichte der Bundesrepublik. Die Politikwissenschaftlerin Stefanie Waske bringt mit „Nach Lektüre vernichten! Der geheime Nachrichtendienst von CDU und CSU im Kalten Krieg“ Licht in einen politischen Skandal, der sich bis in die 1980er Jahre verfolgen lässt und einen Schatten über diverse Politiker wirft.

Mi. 12.06. 20 Uhr
Gespräch mit Lesungen

Das literarische Trio. Sechs Bücher und ein Gast

Jörg Magenau und Frauke Meyer-Gosau im Gespräch mit Maren Kroymann

Zwei Kritiker laden einen prominenten Gast ins Literaturforum ein, um mit ihm über neu erschienene Romane und Erzählungen zu diskutieren und ihn über seine Lese-Erlebnisse zu befragen. Darüber hinaus geben die Gesprächspartner kurze Empfehlungen zu den aufregendsten Büchern aus der laufenden Produktion.

In Zusammenarbeit mit „Literaturen“
Medienpartner: rbb Kulturradio

Do. 13.06. 20 Uhr
Podiumsgespräch mit Lesung

Muttersprache – Vätersprache. Zur Poetik und Wahrnehmung des Werkes von Gertrud Kolmar

Mit Barbara Breysach (Warmisch-Masurische Universität Olsztyn), Friederike Heimann (Hamburg) und Mireille Tabah (Université Libre de Bruxelles)
Moderation: Marion Brandt (Universität Gdańsk)
Ausgewählte Gedichte von Gertrud Kolmar liest: Bea Ehlers-Kerbekian

Die deutsch-jüdische Schriftstellerin Gertrud Kolmar, von der zu Lebzeiten relativ wenig publiziert wurde, gilt heute als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Dennoch sind viele Fragen unbeantwortet, beispielsweise: Welche Stellung nahm die Sprache der ‚Väter’ ein und welche Rolle spielten andere Sprachen und Literaturen für Kolmars Selbstverständnis? Welche Bedeutung schrieb Gertrud Kolmar ihrem Judentum zu? Welche Rolle spielen Bilder des Östlichen in Kolmars Werk? Im Podiumsgespräch geben die eingeladenen Literaturwissenschaftlerinnen Einblicke in die Poetik ihres Werkes und dessen Rezeption.

Vom 1. bis 30. Juni findet in der Galerie Abakus die Gruppenausstellung „Sein noch ohne Tun“ statt, mit Arbeiten von Ruth Tesmar, Elisabeth Naomi Reuter, Iwona Mickiewicz und Sven Boeck.

Kooperationspartner und finanzielle Unterstützung: Galerie Abakus, Rosa-Luxemburg-Stiftung

So. 16.06. 20 Uhr
Lesung - Buchpremiere

Thomas Brasch „Die nennen das Schrei“. Gesammelte Gedichte, hg. von Martina Hanf und Kristin Schulz

Einführung durch die Herausgeberinnen
Aus den „Gesammelten Gedichten“ lesen: Katharina Thalbach und Martin Wuttke

AUSSER HAUS
Ort: Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin
Kartenvorverkauf im Berliner Ensemble, Eintritt 15 € / ermäßigt 7 €
Kartentelefon 030.28.408.155, Informationen unter 030.28.22.003 oder info@lfbrecht.de

Vom Widmungs- und Gelegenheitsgedicht über Ballade und Stückcollage zum Lied und Fototext: Der neue Band präsentiert das reiche lyrische Werk des Dichters Thomas Brasch – von den Anfängen in den 1960er Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 2001 – erstmals vollständig, mit Raritäten wie dem „Poesiealbum 89“ und dem vergriffenen Band „Kargo. 32. Versuch auf einem untergehenden Schiff aus der eigenen Haut zu kommen“ sowie sämtlichen verstreut veröffentlichten Gedichten und zahlreichen unbekannten wie bekannten Texten aus dem Nachlass. Katharina Thalbach und Martin Wuttke lesen eine Auswahl.

In Zusammenarbeit mit dem Berliner Ensemble, mit freundlicher Unterstützung durch den Suhrkamp Verlag

Di. 18.06. 20 Uhr
Lesung

Ein Fest für Rahel Levin. Eine Textmontage aus Rahel Levins weitgehend ungedruckten Briefwechseln mit Freundinnen, zusammengestellt von Barbara Hahn

Es lesen: Meike Schlüter und Aline Staskowiak

Rahel Levin (1771–1833), die spätere Frau Varnhagen von Ense, war einer der großen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts, ihr Salon weltberühmt. In einem weit gespannten Netz von Korrespondenzen debattierte sie alle politischen, sozialen und theoretischen Veränderungen ihrer Zeit.

In Zusammenarbeit mit der Vanderbilt University, Lehrstuhl Barbara Hahn, und dem Interdisziplinären Zentrum Geschlechterforschung der Freien Universität Berlin

Mi. 19.06. Ab 09:00 Uhr
Öffentliche Tagung

Ein Fest für Rahel Levin

Mit:Gesa Frömming, Christian Wollin, Andree Michaelis, Laura Deiulio, Heide Volkening und Susanne Lüdemann

9:00–12:30 Uhr
Gesa Frömming (Wellesley College): „Freunde, Freundessachen”: Zum Briefwechsel zwischen Rahel Levin und David Veit

Christian Wollin (Freie Universität Berlin): „... daß je näher man sich mit mir einläßt je mehr wahrheit man von mir hört.” Rahel Levin schreibt an Karl Gustav von Brinckmann

Andree Michaelis (Viadrina): Rahel Varnhagen und Alexander von der Marwitz – Briefspuren einer Freundschaft

14:00–17:00 Uhr
Laura Deiulio (Christopher Newport University): Performing Women‘s Professional Identity: The Correspondence with Auguste Brede

Heide Volkening (Universität Greifswald): „Grau nicht“. Farben im Briefwechsel mit Pauline Wiesel

Susanne Lüdemann (Universität München): Rahel Levin – Eine Annäherung

Mi. 19.06. 20 Uhr
Lesung

„Antworten Sie mir“. Ein Fest für Rahel Levin Eine Montage aus Rahel Levins „Rahel. Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde“, gelesen von Esther Dischereit

Studierende des Instituts für Sprachkunst, Universität für angewandte Kunst, Wien tragen ihre Antworten auf diese Briefe vor. Einführung: Barbara Hahn

In Zusammenarbeit mit der Vanderbilt University, Lehrstuhl Barbara Hahn, und dem Interdisziplinären Zentrum Geschlechterforschung der Freien Universität Berlin

Do. 20.06. Ab 09:00 Uhr
Öffentliche Tagung

Ein Fest für Rahel Levin

Mit: Nicola Behrmann, Anna Dannenberg, Andrea Krauss, Katie McEwen, Erdmut Wizisla und Insa Wilke

9:00–12:30 Uhr
Nicola Behrmann (Rutgers University): Brieffreundschaften: Rahel Levins Archiv

Anna Dannenberg (Freie Universität Berlin): Literarische Figuren im Dialog – Rahel Varnhagen als produktive Leserin

Andrea Krauss (Johns Hopkins University): „Rahel. Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde“: Konstellationen und Kompositionen

14:00–17:00 Uhr
Katie McEwen (Vanderbilt University): Meeting at the Edge: On the Correspondences with Friedrich Nietzsche

Erdmut Wizisla (Brecht- und Benjamin-Archiv der Akademie der Künste, Berlin): Verpasste Begegnung. Ein Hinweis auf Benjamin und Rahel

Insa Wilke (Frankfurt): Die intellektuelle Frau. Drei Positionen

Sa. 22.06. 15 Uhr
Führungen, Filme, Gespräche und Lieder

Sommerfest im Brecht-Haus

Ausgabe der kostenlosen Zeitkarten für die Führungen/Archivgespräche ab 14:30 Uhr

Unser Sommerfest 2013 erinnert an Komponisten, mit denen Brecht zusammengearbeitet hat. Zu sehen sind zwei Dokumentarfilme der Filmproduzentin Heiderose Leopold über Lotte Lenya und über Kurt Weill. Es werden kostenlose Führungen durch die Gedenkstätte, über den Friedhof sowie Gespräche über das Brecht-Archiv angeboten. Das Bernd-Weissig-Trio (Bernd Weissig, Jean-Philippe Froidefond und Eric Soum) stellt in seinem Brecht-Programm „Lachtet ihr am Freitag Abend“ Kompositionen von Kurt Weill, Hanns Eisler, Paul Dessau und von Brecht selbst vor. Das Kellerrestaurant bietet Kaffee, Kuchen, Speisen und Getränke an.

Eine Veranstaltung der Brecht-Weigel-Gedenkstätte und des Bertolt-Brecht-Archivs der Akademie der Künste, des Kellerrestaurants und des Literaturforums im Brecht-Haus

Mo. 24.06. 20 Uhr
Lesung und Gespräch

>MÜLLERMONTAG< Heiner Müller in Polen

Mit Barbara Wysocka, Wojtek Klemm und Thomas Irmer

Traditionell war die Rezeption des Werks von Heiner Müller in Polen marginal. Dissidenz, kommunistische Utopie und postmoderne Ästhetik war in den polnischen Zusammenhängen nicht zusammenzudenken – zumal in der Nachfolge Brechts, dessen Werk es in Polen ebenfalls schwer hatte. Doch seit einigen Jahren entdecken zwei junge Regisseure – Barbara Wysocka und Wojtek Klemm – Müllers Texte für die polnische Bühne. Welche Perspektive hat diese junge Generation auf das Werk Heiner Müllers? Welchen Blick hat sie auf Geschichte, auf den politischen Umbruch nach 1989 und die aktuelle Entwicklung Polens in der EU?

Eine Veranstaltung der Internationalen Heiner Müller Gesellschaft in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin, unterstützt vom Literaturforum im Brecht-Haus
Medienpartner: Neues Deutschland

Di. 25.06. 20 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch

Walter Benjamin „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“, neu herausgegeben von Burkhardt Lindner als Band 16 der Kritischen Gesamtausgabe Walter Benjamins

Michael Opitz im Gespräch mit dem Herausgeber

Walter Benjamins Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ hatte in den sechziger Jahren kanonische Bedeutung. Von dem Text, gegen den Adorno polemisierte, gibt es fünf abgeschlossene Fassungen. Jetzt liegen sie ebenso wie die zahlreichen Entwürfe erstmals geschlossen in einem Band vor. Über die Bedeutung des Aufsatzes spricht der Herausgeber Burkhardt Lindner mit Michael Opitz.

Mi. 26.06. 20 Uhr
Gespräch und Lesung

Bertolt Brecht, sein Schüler Martin Pohl und der 17. Juni

Erdmut Wizisla im Gespräch mit Stephan Suschke
Es liest: Angelika Waller

Am 22. Februar 1953 wurde der Brecht-Schüler Martin Pohl von der Staatssicherheit verhaftet und bald darauf wegen der Weitergabe von 100 Kopfbögen der „Jungen Welt“ an den amerikanischen Geheimdienst CIC zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Was lässt sich heute über den „Fall Martin Pohl“ sagen? Und wie ist darüber hinaus das Verhalten Brechts vor dem Hintergrund des 17. Juni 1953 zu bewerten?

Do. 27.06. 20 Uhr
Lebenszeugnisse

„Schwierige Rückkehr. Das Schicksal einer jüdischen Berliner Buchhändlerfamilie“

Wolfgang Benz im Gespräch mit Berthold Winter

Berthold Winter, 1921 als Kind einer jüdisch-liberalen Familie in Berlin geboren, emigrierte mit seinen Eltern im April 1936 nach Wien, nur wenige Monate nachdem der Vater Arnold Winter zum Verkauf seiner Buchhandlung in Berlin gezwungen worden war. Doch Wien blieb nur eine Zwischenstation auf dem weiteren Weg der Emigration, der bis nach Argentinien führte. Nach Kriegsende schwankten die Eltern zwischen einem Bleiben in Argentinien und einer Rückkehr nach Deutschland. Als der Vater 1964 während eines Berlin-Besuchs starb, entschied sich Berthold Winter, wieder in Berlin sesshaft zu werden und eröffnete in Charlottenburg im gleichen Jahr eine Buchhandlung, die er nach einem Kampf um Wiedereingliederung in das wirtschaftliche und soziale Leben ab 1993 letztlich erfolgreich führte. Jetzt sind seine Erinnerungen erschienen.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung

Beitrag zum Berliner Themenjahr 2013: „Zerstörte Vielfalt“/ Kulturprojekte Berlin

Fr. 28.06. 20 Uhr
Buchvorstellung

GASTVERANSTALTUNG: Thomas Flierl (Hg.) "Max Lingner. Das Spätwerk 1949–1959"

Mit Frank Böttcher (Verleger) und dem Herausgeber
Im Gespräch: Nuria Quevedo, Fritz Jacobi, Jens Semrau
EINTRITT FREI

Als Max Lingner im März 1949 aus Frankreich nach über zwanzig Jahren nach Deutschland zurückkehrte, war er sechzig Jahre alt und längst ein renommierter Maler und Zeichner. Seine französischen Erfahrungen bei der künstlerischen Gestaltung engagierter Zeitungen und Zeitschriften, die Dekorationen großer Volksfeste der Pariser Arbeiterschaft und schließlich seine Malerei stießen in der SBZ/DDR zunächst auf große Resonanz. Doch die von der sowjetischen Besatzungsmacht und SED-Dogmatikern entfachte “Formalismus-Kampagne” sowie der Argwohn gegenüber “Westemigranten” gingen auch an Lingner nicht spurlos vorüber. Er machte politische und künstlerische Konzessionen, die seiner Position als Künstler abträglich waren. Mit dem Wandbild am Haus der Ministerien schuf er in einer gewaltigen Anstrengung (1950–52) das Gründungsbild der DDR. Während er als Buchillustrator an seine früheren Arbeiten anzuknüpfen vermochte, fand er nach dem Monumentalbild nur schwer zur Malerei zurück. Von den vier geplanten Bildern zur “Revolutionären Geschichte des deutschen Volkes” entstanden nur zwei (Bauernkrieg, 1848). Seine offiziellen Positionen wahrend, hielt er sich unter Hinweis auf seine Krankheit aus Debatten zunehmend heraus, trat eher gemäßigt auf. Unter Künstlerkollegen, die sein Drama erkannten, durchaus geachtet, blieb für die spätere Neuaneignung der Moderne in der Kunst der DDR vor allem Lingners Werk der französischen Jahre ein Bezugspunkt.

Der vorgestellte Band enthält eine Chronik, Aufsätze, Erinnerungen und Dokumente mit Beiträgen von Günter Feist, Thomas Flierl, Erhard Frommhold, Eckhart Gillen, Martin Groh, Fritz Jacobi, Harald Metzkes, Ulrike Möhlenbeck, Jens Semrau, Angelika Weißbach und einem umfangreichen Dokumentenanhang. (Lukas Verlag Berlin, 30 Euro)

Ausstellungen/ Seminare/ Workshops … []

08.04.-31.07.2013
Ausschreibung (Stichtag: 31. Juli 2013)

ROMANWERKSTATT 2013/2014 des Literaturforums im Brecht-Haus in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung; Leitung: Michael Wildenhain

Bewerbungen ab sofort möglich!

Ziel der Romanwerkstatt ist es, einen begonnenen Roman oder eine Sammlung von Erzählungen im Rahmen der Werkstatt weiterzuentwickeln und im besten Fall fertigzustellen. Zu diesem Zweck finden an vier Wochenenden Werkstatttreffen statt. In einer Gruppe von fünf oder sechs Teilnehmer/innen werden die Texte mit lektorierender Absicht diskutiert. Besonders erwünscht sind literarische Arbeiten, die soziale Aspekte oder politische Tatbestände und Geschehnisse reflektieren. Ein Schwerpunkt der Werkstattgespräche liegt auf dem Aufbau bzw. der Struktur der literarischen Projekte.

Die Werkstatt richtet sich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die schon erste Schritte im literarischen Leben unternommen haben (Publikation eines Buches oder Theaterstücks/UA, Stipendium/Preis o.ä.), sowie an Teilnehmer/innen, die eine besondere Begabung erkennen lassen. Die Ausschreibung erfolgt bundesweit sowie in der Schweiz und Österreich. Geleitet wird die Werkstatt von Michael Wildenhain, Autor diverser Romane und Theaterstücke. Michael Wildenhain war mehrmals Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (zuletzt WS 2008/09 und SoSe 2012), Gastdozent u.a. an der Universität Tübingen sowie Leiter verschiedener Prosa- und Romanwerkstätten.

Unter den inzwischen erschienenen Romanen von Teilnehmer/innen bisheriger Romanwerkstätten finden sich etwa: Johannes Groschupf, „Hinterhofhelden“, Eichborn Berlin 2009; Odile Kennel, „Was Ida sagt“, DTV-Premium 2011; Katerina Poladjan, „In einer Nacht, woanders“, Rowohlt Berlin 2011; Mechthild Lanfermann, „Wer im Trüben fischt“, btb Verlag 2012; Anne Richter, „Fremde Zeichen“, Osburg Verlag 2013; Hannah Dübgen, „Strom“, DTV-Premium 2013.

Die Auswahl der Teilnehmer/innen erfolgt durch eine Jury, deren Vorsitz Ursula Vogel (Leiterin des Literaturforums im Brecht-Haus) hat.

Bewerbungen mit Lebenslauf, Exposé (2–4 Seiten) und Textprobe (ca. 20 Seiten) des Romans oder einer beispielhaften Erzählung des geplanten Sammelbandes in dreifacher Ausfertigung.

Die Unterlagen müssen bis zum 31. Juli 2013 (Poststempel) per Post (!) an folgende Adresse geschickt werden:

Literaturforum im Brecht-Haus
„Romanwerkstatt“ / Michael Wildenhain
Chausseestraße 125
10115 Berlin

Die Teilnehmer/innen werden bis zum 31. August 2013 benachrichtigt; Absagen werden nicht verschickt. Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt.
Termine:
1. Werkstattwochenende: 05. und 06. Oktober 2013
2. Werkstattwochenende: 07. und 08. Dezember 2013
Die weiteren Werkstatttermine sowie der Termin der Abschlusslesung erfolgen nach Absprache.

Beginn der Werkstatt: 05. Oktober 2013, 11 Uhr.
Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin.

Keine Teilnahmegebühr! Nebenkosten (Reise, Verpflegung, Unterbringung) gehen zu Lasten der Teilnehmer/innen.

Rückfragen etc. bitte an Ulrike Herr, Tel. 030–27594725 oder romanwerkstatt@lfbrecht.de

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