Unsere nächsten Veranstaltungen und unser Begleitprogramm (Ausstellungen, Seminare, Workshops …) auf einen Blick. Alle Veranstaltungen dieses Monats finden Sie in der Monatsübersicht, frühere Veranstaltungen im Archiv.
Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 5 € / ermäßigt 3 €. Kein Kartenvorverkauf. Abendkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
Heidrun Suhr im Gespräch mit der Filmemacherin
Der Bau des Berliner Denkmals für die ermordeten Juden Europas ruft in der Filmemacherin Erinnerungen an die glücklichste Zeit ihrer Kindheit im besetzten Polen wach und konfrontiert sie mit den damit verbundenen ambivalenten Gefühlen. Von 2003 bis 2007 begleitet sie das Denkmal mit ihrer Kamera. Die Auseinandersetzung mit der Architektur, Interviews mit Peter Eisenman und Lea Rosh sowie Gespräche mit Besuchern führen sie zu neuen Fragen nach der Geschichte ihrer Familie und der Bedeutung der „Kollektivschuld“ in ihrem Leben.
Die Herausgeber Günther Heeg und Nikolaus Müller-Schöll im Gespräch mit B.K. Tragelehn
Die Internationale Heiner Müller Gesellschaft stellt zwei neue Publikationen vor: “Theatrographie – Heiner Müllers Theater der Schrift” (Verlag Vorwerk 8) und “Heiner Müller sprechen” (Verlag Theater der Zeit). Dazu gehört auch die Tonaufnahme “Josef Bierbichler liest Heiner Müller”.
Außer-Haus-Veranstaltung / Ort: Theaterkapelle, Friedrichshain, Boxhagener Straße 99, 10245 Berlin
Eintritt 12 €/erm. 6 €, Kartentelefon 030–40 98 43 00
Mit Antje Görner, Christian Kuchenbuch und dem Ensemble der Theaterkapelle
Aus der Schwäche Kunst zu machen, war Inge Müllers Überlebensform. In 13 Jahren Ehe und Zusammenarbeit mit Heiner Müller kommt diese Überlebensform in ihrer Lyrik zu höchster Ausprägung. Das Trauma eines doppelten Verschüttetseins – als Mensch unter Trümmern im Krieg, als Autorin unter dem Werk ihres Mannes – beherrscht ihr kurzes Leben und ihren verspäteten Ruhm. Sie stirbt am 1. Juni 1966 nach mehreren Selbstmordversuchen. Thomas Martins Stück Schutt wird am 13. März – dem 85. Geburtstag Inge Müllers – in einer szenischen Lesung in der Theaterkapelle vorgestellt.
Außer-Haus-Veranstaltung / Ort: Saarländische Galerie, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin T: 030–20077258
Eintritt frei
In Zusammenarbeit mit der Saarländischen Galerie
Moderation Michael Bienert
Das deutsch-französische Grenzgebiet war eine Schicksalsregion für Alfred Döblin und seine Familie. Im Ersten Weltkrieg wurde er als Militärarzt ins „lothringische Nest“ Saargemünd einberufen, er geriet in Widerspruch zur Militärhierarchie und wurde im August 1917 ins elsässische Hagenau versetzt. In Briefen und Postkarten schilderte Döblin seinen Alltag, er schrieb Erzählungen und am Wallenstein-Roman. 1940 beging sein Sohn Wolfgang als französischer Soldat im lothringischen Housseras Selbstmord, um nicht in deutsche Gefangenschaft zu geraten. An seiner Seite wurden sowohl Alfred Döblin wie auch seine Frau Erna, die in Paris ebenfalls Selbstmord beging, beigesetzt.
Außer-Haus-Veranstaltung / Ort: Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin
Kartentelefon: 28 408 155, Eintritt 15 € /erm. 7 €
In Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Rundfunk und Radio Bremen, dem Berliner Ensemble und dem Ch. Links Verlag
Günter Grass im Gespräch mit Kai-Uwe Schlüter und Christoph Links, Es liest Thomas Wittmann
„Angefallen wegen Provokation“ – so beginnt im August 1961 die Stasi-Akte von Günter Grass. Bis zum Herbst 1989 ließ ihn der Geheimdienst nicht mehr aus den Augen. Die von Kai Schlüter aufbereiteten Stasi-Akten zeigen die oft abenteuerlichen Wege des heimlichen Literaturaustausches zwischen Ost und West, das Lavieren der offiziellen Kulturpolitik und die Mechanismen der Überwachung. Ergänzt werden die Stasi-Materialien durch ausführliche Kommentare von Günter Grass und den damals beteiligten Kollegen, die manches richtigstellen.
Moderation Jörg Magenau
In seinem neuen Roman kehrt Jan Faktor zurück nach Prag, wo er 1951 geboren wurde und wo er bis zu seiner Übersiedlung nach Ost-Berlin im Jahr 1978 lebte. Georg – eine Figur, die Lesern seines Werkes nicht ganz unbekannt ist – wächst dort in einer von Frauen dominierten Familie auf. Es ist die Zeit des politischen Terrors und der Reformversuche, die 1968 in den “Prager Frühling” mündeten. Für Georg ist es die Zeit des Erwachsenwerdens, der Vatersuche, erster erotischer Erfahrungen und einer vor allem über das Körperliche erlebten Befreiung. Jan Faktor, der für seinen vorigen Roman “Schornstein” mit dem Döblin-Preis ausgezeichnet wurde, legt nun einen subversiven, witzigen Entwicklungs- und Gesellschaftsroman vor, der eine außergewöhnliche Familie und zugleich die Stadt Prag porträtiert.
Mit Kerstin Hensel und Richard Pietraß
Moderation Peter Geist
Die gewichtige, von Heinz Ludwig Arnold und Hermann Korte bei S. Fischer herausgegebene Anthologie Lyrik der DDR ist in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich zu nennen: Nicht nur, dass sie 500 Gedichte von 180 Autorinnen und Autoren versammelt und den Anspruch erhebt, die Lyrik der DDR zu repräsentieren, sie folgt in der von Jahr zu Jahr fortschreitenden Chronologie weit über das Jahr 1990 hinaus auch einem ungewöhnlichen Gliederungsprinzip. Über die Schlüssigkeit dieses Konzepts, über Maßstäbe der Auswahl, aber auch über den Ort der Lyrik aus der DDR in der Literaturgeschichte diskutieren die Herausgeber mit der Lyrikerin Kerstin Hensel und dem Lyriker Richard Pietraß.
Wolfgang Benz im Gespräch mit Ulrich Stoll
Wer einmal die DDR in Richtung Westen verlassen hatte und dann zurückkehren wollte, musste ein Durchleuchtungs- und Umerziehungsprogramm über sich ergehen lassen. Im Zentralen Aufnahmeheim Röntgental am Rande Berlins hatten die Rückkehrer wochen-, oft monatelang auszuharren, bis sie zurück zu ihren Familien durften. Viele erlitten einen “Lagerkoller”, mehrere nahmen sich dort das Leben. Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall hat Ulrich Stoll zahlreiche Rückkehrer besucht und ihre Geschichten rekonstruiert. Er traf auf Familien, die erpresst und als Geiseln genommen wurden, um republikflüchtige Angehörige zur Rückkehr zu bewegen.
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung
Gerd Irrlitz im Gespräch mit Friedrich Dieckmann
Nach dem 2. Weltkrieg entschieden sich viele einstige Emigranten bei der Rückkehr nach Deutschland für die sowjetisch besetzte Zone. Als Wissenschaftler und Künstler prägten sie das geistige Leben der ostdeutschen Gesellschaft und orientierten vor allem die junge Generation. Arthur Baumgarten, einer der namhaften Rechtsgelehrten der Weimarer Republik, kam 1948 aus Zürich an die Humboldt-Universität, mit ihm kam seine Frau, Helene Baumgarten geb. v. Salis, eine Freundin und spätere Biographin von Ricarda Huch. Gerd Irrlitz spricht über seine jüngst erschienene Monographie und erörtert das Thema im Gespräch mit Friedrich Dieckmann.
Wiebke Porombka im Gespräch mit der Autorin
Eigentlich scheint ihr Leben in bester Ordnung. Ihr Freund ist Theaterkritiker, die kleine Tochter wird geliebt. Und doch flüchtet die Frau eines Abends aus der gemeinsamen Berliner Wohnung, steigt in eine Straßenbahn und landet an der Bar der „Hellersdorfer Perle“, neben einem Mann, dessen Anziehungskraft sie nicht mehr loslassen wird. Unbeirrbar und mit schrägem Witz erzählt Katja Oskamp davon, warum man plötzlich alles Vertraute hinter sich lassen muss und warum im Mittelmäßigen das Glück nicht zu finden ist.
Zusammenarbeit mit DAS MAGAZIN
Lothar Müller im Gespräch mit Peter von Matt
Es liest Horst Hiemer
Der „Struwwelpeter“ des Arztes Heinrich Hoffmann war sein eigener „Anti-Struwwelpeter“ lange, bevor Bücher unter diesem Titel erschienen. Er hat das nicht-brave Kind so hinreißend ausphantasiert, dass es alle Zwecke, für die es erfunden wurde hinter sich ließ. Seine Bilderwelt ist mit den Elementen im Bunde: das Feuer verbrennt Paulinchen mit Haut und Haar, das Wasser droht den Hans-Guck-in-die-Luft zu verschlingen, das grüne Gras der Erde wird zur Bühne für den vom Hasen gejagten Jäger, die brausende Luft entführt den fliegenden Robert. Der Schweizer Germanist Peter von Matt hat dieses mit Ordnungssinn und Rebellionsgeist vollgesogene Kinderbuch in seiner Edition neu gelesen.
Herausgegeben von Karl A. Varnhagen von Ense. Mit einem Nachwort von Ulrike Landfester
Moderation Andreas Isenschmid
Schon kurz nach Rahel Varnhagens Tod 1832 – und noch von ihr selbst redigiert – von ihrem Mann Karl August Varnhagen erstmals als Privatdruck für den unmittelbaren Freundeskreis publiziert, wurde das Buch des Andenkens 1833 von Varnhagen auf vielfache Nachfrage hin auch für die breite Öffentlichkeit herausgegeben. Die darin versammelten Briefe und Tagebuchauszüge Rahels zeugen von intimer Vertrautheit mit Geistesgrößen ihrer Zeit. Schleiermacher, Fichte, Fouqué, Chamisso, die Brüder Schlegel, Wilhelm von Humboldt, Heinrich Heine und viele andere fanden in Rahel eine ebenbürtige Brief- und Gesprächspartnerin. Im Buch des Andenkens offenbart sich Rahel als eine der großen Schriftstellerinnen Deutschlands. Der Zeit und dem Rang nach ist sie die erste Jüdin der deutschen Literatur.
Adam Soboczynski im Gespräch mit dem Autor
In seiner Geschichte einer Himmelsrichtung, die gewissermaßen die Geschichte der Idee einer Himmelsrichtung ist, eröffnet der Autor eine Fülle ungewöhnlicher Perspektiven. Natürlich reisen wir mit ihm auch über die Alpen in den sonnigen Süden der Italiensehnsucht. Der Süden kann eiskalt sein, dann wieder sehr exotisch. Bei aller Gegensätzlichkeit und Erfahrung ist “der Süden ” immer ein Land der Neugier und der Sehnsucht gewesen.
Moderation Jörg Plath
Das Eigentliche ist ein wenig aus der Mode gekommen. Iris Hanikas neuer Roman heißt „Das Eigentliche“ und erzählt davon, wie Hans, Graziela und der deutsche Staat mit den Nazi-Verbrechen ringen. Sie alle sind im mittleren Alter, und zwei von ihnen fragen sich, ob das nazigegebene Unglück vielleicht das Uneigentliche ist. Und wie es sich mit einem anderen Eigentlichen verhält: mit der Hilflosigkeit angesichts der Nazi-Verbrechen.
Mit Veit Heinichen und Rolf Lindner (Stadtethnologe)
Moderation Thomas Wörtche
Verbrechen passieren überall. Sie achten weder Grenzen noch Kulturen. Doch der Kriminalroman erzählt vom Mord geradezu ortsversessen: Tief dringt er ein in die Regionen, die Städte, die Milieus und spürt die sozialen Kraftfelder und Atmosphären auf. Gibt es stadtspezifische Verbrechen? Können Milieus tatsächlich Mörder machen? Veit Heinichen schreibt über die dunklen Machenschaften in der Grenzregion um Triest. Es geht um viel Geld, Liebe und die politisch-wirtschaftlichen Veränderungen in Europa. Jeder will ein Stück vom Kuchen, und dafür ist jedes Mittel recht.
Wolfgang Benz im Gespräch mit Anatol Chari
„Undermensch“ ist der Bericht eines der wenigen Überlebenden aus dem Ghetto Litzmannstadt. Anatol Chari war ein Mitglied der dortigen jüdischen Ghettopolizei. Der Vorsitzende des Judenrats, ein Freund seines Vaters, schützte ihn. Diese Umstände sicherten ihm ausreichende Ernährung, warme Kleidung, eine eigene Wohnung und legten so die Grundlagen für sein Überleben nach der Deportation in die Konzentrationslager Auschwitz, Groß-Rosen und Bergen-Belsen, wo Chari befreit wurde. Es gab immer wieder Wendungen, die ihm das Leben retteten, er hat sich Zeit seines Lebens damit auseinandergesetzt, warum ausgerechnet er überlebt hat.
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung
Es liest Otto Mellies
Moderation Holger Teschke
Am 11. April 1878 begibt sich Mark Twain mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in New York an Bord des Dampfers „Holsatia“, um zu einer sechszehnmonatigen Europareise aufzubrechen, die ihn von Hamburg über Heidelberg, Baden-Baden, Luzern, Genf und Mailand bis nach Florenz führt. Nach dem Erfolg von Die Arglosen im Ausland und Durch dick und dünn erscheint dem gefeierten Humoristen die Alte Welt als geeignetes Ziel seiner Reise- und Spottlust. Der im Frühjahr 1880 erschienene Spaziergang durch Europa wurde schnell zu einem der beliebtesten Reisebücher seiner Zeit. Mark Twains ironischer Blick, vor allem auf die Merkwürdigkeiten der deutschen Kultur und Küche, hat bis heute nichts von seiner Schärfe und seinem Humor verloren.
In Zusammenarbeit mit der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika Berlin
Von Holger Teschke
Es lesen Christian Grashof, Ruth Reinicke und Holger Teschke
Um nach einem Bankrott die Forderungen seiner Gläubiger bezahlen zu können, muss der sechzigjährige Twain eine Weltreise antreten, von Vancouver über Hawai, Fiji, Australien, Neuseeland, Indien, Ceylon und Mauritius bis nach Südafrika. In London angekommen, verfasst er dort mit Dem Äquator nach! eines der scharfsinnigsten und humorvollsten Reisebücher seiner Zeit. Holger Teschke stellt anlässlich von Twains 100. Todestag nicht nur die Höhepunkte seiner Weltreise, sondern auch Auszüge aus den Briefen, Tagebüchern und Interviews dieser Zeit vor. Musikalisch begleitet wird diese Reise von englischen Shantys in den berühmten Aufnahmen von A.L. Loyd und Ewan MacColl.
In Zusammenarbeit mit der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika Berlin
Moderation Hans-Peter Kunisch
Mit seiner Monografie über Daniel Kehlmann stellt Gasser dessen Werk in einen weltliterarischen Kontext. Wenn Daniel Kehlmann attestiert wird, er schreibe klug, charmant und fast unverschämt unterhaltsam, so ist das in Deutschland ein Lob mit Haken, hinter dem Skepsis lauert, ob man »ganz große Literatur« nennen könne, was derart angenehm zu lesen sei. Es ist diese Leichtigkeit nicht zu bestreiten, wohl aber die Berechtigung der skeptischen Folgerung.
Moderation Frauke Meyer-Gosau
Ein unverhofftes Wiedersehen: Ulrike Draesner erzählt – ungewohnt verspielt und leicht – die Geschichte der Astrophysikerin Harriet, die unerwartet ihrer Jugendliebe Peter wieder begegnet. Eine vermeintlich harmlose Liebesaffäre beginnt. Allmählich jedoch, aber unaufhaltsam, gerät dabei ihr bisheriges Leben aus seiner geordneten Umlaufbahn und alles treibt einer Katastrophe entgegen.
In Zusammenarbeit mit LITERATUREN
Moderation Tilman Krause
Paul lernt die Spanierin Maria in Málaga kennen, sie wird für ihn zur Liebe seines Lebens, und doch muss er sie bald verlassen: Sie ist verheiratet und erwartet ein Kind. Zum Abschied ruft sie „Permanecemos juntos!“ – „Wir bleiben zusammen!“ Marias Versprechen soll kein leeres bleiben: es gibt ein Wiedersehen in Deutschland, an den mit Hunde-Urin verseuchten Stränden des Grunewaldsees.
Aus dem Amerikanischen von Miriam Mandelkow
Mit einem Nachwort von Sigrid Löffler
Sigrid Löffler im Gespräch mit Susanne Kippenberger
Es liest Nina Petri
Als Kriegsreporterin ging Martha Gellhorn an die schlimmsten Schauplätze der Welt und schrieb über neun Kriege. Sie berichtete aus dem Spanischen Bürgerkrieg, wo sie sich mit dem Fotografen Robert Capa anfreundete, von verschiedenen Fronten im Zweiten Weltkrieg, vom D-Day wie von der Befreiung Italiens oder aus dem Vietnamkrieg. Die Briefe geben Zeugnis vom intensiven Leben der Schriftstellerin, die die Herausforderungen suchte, sie sprechen vom lebenslangen Bemühen um eine Vergewisserung ihrer selbst – schmerzhaft, dramatisch und konsequent.
Moderation Salli Sallmann
Sibylle will raus aus der DDR-Provinz, will Schauspielerin werden und kommt endlich nach Berlin, zum Ex-Geliebten ihrer Mutter, mit dem sie nicht nur eine Nacht verbringt, sie lässt nichts aus. Bis die Mauer fällt, auch erotisch. Bastienne Voss erzählt in ihrem Roman abgründig und mit Witz über ostwestdeutsche Vereinigungen, und zwar über die von Männern und Frauen, und der Rundfunkjournalist Salli Sallmann fragt nach.
Thomas Stölzel im Gespräch mit der Autorin
Der französische Autor Claude Simon, der 1985 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, ist – ungeachtet hervorragender Übersetzungen – hierzulande erst noch zu entdecken. Brigitte Burmeisters Buch eröffnet dem Leser ein Romanwerk, das zu den bedeutendsten jenes 20. Jahrhunderts gehört, in dessen geschichtlichen Katastrophen es verankert ist mit seinen Stoffen und seiner faszinierenden Sprachgestalt.
Mit Lothar Trolle, Thomas Kuczynski und Axel Schalk
Lothar Trolles erstes Stück ging 1972 aus einer Wette hervor, die Thomas Brasch anbot. Wer schreibt schneller eine Komödie über den 17. Juni 1953: “Du schreibst über den 17. Juni auf dem Land und ich über den in der Stadt.” Trolle gewann—mit einer Faust-Parodie, einem politischen Märchen über die ostdeutsche Zeit der stalinistischen Kollektivierung.
Lesung und Gespräch aus Anlaß der Erstveröffentlichung des Textes über die Möglichkeiten des künstlerischen ebenso wie des geschichtlichen Dramas.
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