Die Veranstaltungen und unser Begleitprogramm (Ausstellungen, Seminare, Workshops …) im August 2009.
Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 5 € / ermäßigt 3 €. Kein Kartenvorverkauf. Abendkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
Mit Uwe Lemm (Vorsitzender der Bettina-von-Arnim-Gesellschaft)
Exkursion nach Wiepersdorf, dem Wohnsitz von Bettina von Arnim inklusive Vortrag und Museumsführung sowie Konzert im Schlosspark und Besichtigung der Anlage in Bärwalde.
(nähere Informationen und Anmeldung bis zum 17.08.2009 unter http://www.lfbrecht.de/ und 030.28.22.003)
Mit Ursula Püschel und Lars Lambrecht
Moderation Sonja Hilzinger
Das Volk ist ein Thema in Bettina von Arnims ersten direkt politischen Buch Dies Buch gehört dem König (1842); im Anhang erscheint seine Notlage in dokumentarischen Aufzeichnungen aus einem Berliner Armenviertel. Als politische Kraft hat sie es während der Achtundvierziger Revolution erlebt. Diese Erfahrung ist auch in die Polenbroschüre (Januar 1849) eingegangen. In ihr ist zu einem Zeitpunkt, als Nationalismus die Politik von Adel und Bürgertum zu bestimmen begann, die Notwendigkeit des einverständigen Zusammenlebens der Völker artikuliert. Aus Bettina von Arnims Gespräche mit Dämonen (1852), spricht die Überzeugung, dass eine von den Besitzlosen der Länder bestimmte Völkergemeinschaft erst die Existenzbedingung der Menschheit darstellt.
Mit Ulrike Draesner und Kathrin Schmidt
Moderation Anette Handke
Zwei Dichterinnen sind eingeladen ihr Bild, ihre Lesearten, ihre Anziehungs- und Abgrenzungspunkte zu Leben und Werk Bettina von Arnims vorzustellen. Im Gespräch erkunden Ulrike Draesner und Kathrin Schmidt, wo Bettinas Schreiben “auch etwas von unserer Phantasie über uns selbst und unser Leben enthält” und werden aus eigenen Texten und Texten Bettina von Arnims lesen sowie über heutige und einstige Schreibkonstellationen sprechen.
Mit Ulrike Landfester und Wolfgang Bunzel
Moderation Jens Bisky
Aus der Erfahrung der einschneidenden Restriktionen heraus, denen eine schreibende Frau im frühen 19. Jahrhundert ausgesetzt war, hat Bettina von Arnim schon früh Strategien entwickelt, wie sich verdeckt öffentlich wirken lässt. Eines dieser Camouflage-Manöver war die konsequente Nutzung der lebensweltlichen Ausdrucksformen Brief und Gespräch. Dadurch dass sie lediglich – scheinbar – private Lebenszeugnisse veröffentlichte, entzog sie sich dem Zugriff der Zensur. Zugleich lancierte sie eigene Verlautbarungen mit Hilfe von Mittelspersonen in zeitgenössische Presseorgane. So schuf sie eine Art Ersatzöffentlichkeit und nahm ebenso massiv wie subtil Einfluss auf das kulturelle Gedächtnis. Vorgestellt und diskutiert werden einzelne Facetten ihres subversiven öffentlichkeitsstrategischen Wirkens.
Mit Hildegard Baumgart. Es liest Barbara Schnitzler
Moderation Anette Handke
In ihrer 1999 erschienen Doppelbiographie Bettine Brentano und Achim von Arnim – Lehrjahre einer Ehe schilderte Hildegard Baumgart kenntnisreich und einfühlsam langsame Annäherung und tiefe Freundschaft zweier Menschen, die gegensätzlicher nicht sein konnten und dennoch, jeder auf seine Weise, Denken, Fühlen und Schreiben der Romantik verkörperten. Diese wechselvolle Beziehung führt 1811 zur heimlichen Hochzeit. Nun hat die Autorin die Biographien weiter geschrieben und beleuchtet Szenen einer Ehe, mit dem Fokus auf Bettinas Leben als liebende aber stark geforderte Ehefrau und Mutter. Hildegard Baumgart liest erstmals aus dem Manuskript, ergänzt wird die Vorstellung des Buchprojektes mit Lesungen von Barbara Schnitzler aus dem Ehebriefwechsel und anderen Dokumenten.
Wir haben in diesem Monat kein Begleitprogramm angeboten.