Alle unsere Ankündigungen, Nachrichten und sonstige Neuigkeiten auf einen Blick.
Außer-Haus-Veranstaltung / Ort: Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin
Kartentelefon: 28 408 155, Eintritt 15 € /erm. 7 €
Günter Grass im Gespräch mit Kai-Uwe Schlüter und Christoph Links
Es liest Thomas Wittmann
“Angefallen wegen Provokation” – so beginnt im August 1961 die Stasi-Akte von Günter Grass. Bis zum Herbst 1989 ließ ihn der Geheimdienst nicht mehr aus den Augen. Die von Kai Schlüter aufbereiteten Stasi-Akten zeigen die oft abenteuerlichen Wege des heimlichen Literaturaustausches zwischen Ost und West, das Lavieren der offiziellen Kulturpolitik und die Mechanismen der Überwachung. Ergänzt werden die Stasi-Materialien durch ausführliche Kommentare von Günter Grass und den damals beteiligten Kollegen, die manches richtigstellen.
In Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Rundfunk und Radio Bremen, dem Berliner Ensemble und dem Christoph-Links-Verlag
Eintritt frei
Mit Roland Berbig, Gesine Bey, Helmut Böttiger, Johanna Boley, Andreas Degen, Günter Häntzschel, Sven Hanuschek, Astrid Köhler, Ulrich Krellner, Helmut Peitsch und Klaus Völker
In Kooperation mit der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft; gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesell-schaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
In den Jahren um 1960 existierte in Berlin ein vielfältiges und spannungsreiches literarisches Leben. Autorinnen und Autoren fühlten sich vom Doppelgesicht der Stadt angezogen, kamen vorübergehend oder für immer, traten auf und in Beziehung, bildeten Gruppen, behaupteten sich, fanden Gehör und einen spezifischen Marktwert, wurden protegiert oder fallen gelassen. Die Tagung widmet sich diesem breiten, in vielen seiner Facetten in Vergessenheit geratenen Spektrum literarischer Öffentlichkeit im Ost- und Westteil der Stadt.
Moderation Sigrid Löffler
Wie in einen romantischen Salon lädt Brigitte Kronauer uns in ihr Buch voller skurriler Gestalten, mit all ihren Geschichten und Erinnerungen. Alles scheint der Vorstellungskraft der Schriftstellerin Rita Palka zu entspringen, die sich selbst unters Personal mischt. Die Figuren mit ihren Ängsten und Niederlagen rücken immer dichter zusammen, ohne zu ahnen, dass eine von Ihnen zur Mörderin geworden ist.
Was kennzeichnet Bertolt Brecht als Bildersammler? Wo sind es Bilder statt Texte, die zu Ideengebern, Studienobjekten und Anlässen seines Schreibens wurden und was zeichnet die so entstandenen Texte Brechts aus? Wird Brecht den eigenen, von ihm selbst entwickelten Ansprüchen an das Zusammenspiel der Künste gerecht? Kann von einem eigenen Stellenwert der visuellen Erfahrung bei Brecht gesprochen werden – unabhängig oder gar gegen den Text ? Ziel der Brecht-Tage 2010 ist es, den Stellenwert der Bilder und Bildkünste für Brecht zu bestimmen. Um die Aktualität seiner Ansätze zu prüfen, beteiligen sich neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Theaterkünstler und Literaten.
Regie und Percussion: Saburo Shimada
Es lesen:
Kei Ichikawa, Kana Torino, Franziska Piesche und Annerose Schreiner
Klavier:Peter Ludwig Beierlein
Das Lasenkan Theater Ensemble zeigt dieses Mal den zweiten Teil des Buches: das Mädchen landet in Paris, flüchtet ins Kino und lebt dort viele Jahre – ohne Visum, bei verschiedenen Frauen und Männern, aber vor allem im Cinéma, in einem Dialog mit einer Schauspielerin.
www.lasenkan.com
Lesung und Gespräch
Stephan Gregory „Wissen und Geheimnis. Das Experiment des Illuminatenordens“
Lorenz Jäger „Hinter dem großen Orient. Freimaurerei und Revolutionsbewegungen“
Reinhard Markner im Gespräch mit den Autoren
Geheimbünde (Logen) wurden gegründet, um Ideen der Aufklärung, um revolutionäre und politische Ideen zu befördern. Hier fanden Revolutionäre ihre Rekrutierungsräume, ihre Vorbereitungsateliers und manchmal auch ihre legale Deckung. So stellt sich der Illuminatenorden als ein Geheimlabor der Moderne dar, in dem bereits zu Zeiten des Ancien Régime die neuen Kommunikations-, Überwachungs- und Selbsterfahrungsprozeduren des bürgerlichen Zeitalters erprobt werden.
Dienstag, 1. Dezember 20 Uhr
Lesung und Gespräch
Peter Huber
In Zusammenarbeit mit Ralph Hug
„Die Schweizer Spanienfreiwilligen. Biographisches Handbuch“
Wolfgang Asholt und Rüdiger Reinecke im Gespräch mit den Herausgebern
Mittwoch, 2. Dezember 20 Uhr
Lesung und Gespräch
Wolfgang Asholt, Rüdiger Reinecke und Susanne Schlünder (Hg.)
„Der Spanische Bürgerkrieg in der DDR. Strategien intermedialer Erinnerungsbildung“
Karlheinz Barck und Reiner Tosstorff im Gespräch mit den Herausgebern
Ein neuer Termin ist für das Frühjahr 2010 geplant.
“Die Erfahrung von Krise und Umbruch”
Mit Wolfgang Engler und Jens Reich
Moderation Jörg Magenau
1989 kollabierte der Staatssozialismus Osteuropas, und die DDR wurde bald von der Bundesrepublik übernommen. Was als „Wende“ bezeichnet wird, war für viele nicht mehr als ein „Anschluss“, denn die Möglichkeiten für einen gemeinsamen Neuanfang wurden verpasst. Steht die Wende noch aus? Was können wir in den Zeiten von Finanzkrise und „Ende des Kapitalismus“ aus den Erfahrungen des Jahres 1989 lernen?
Moderation Hannes Heer
Am 9. Juni 1944 erhängte die SS-Division Das Reich 99 Zivilisten in der französischen Stadt Tulle. Der SS-Kommandeur Lammerding lebte trotz eines französischen Todesurteils unbehelligt in Deutschland bis zu seinem Tod 1971, und die mitverantwortlichen deutschen Armee- und Polizeiführer wurden gerichtlich nicht für die Morde von Tulle belangt. Der Autor legt eine äußerst gründliche und spannende Recherche vor. Unter Einbeziehung zahlreicher Zeugen und weitreichender Archivforschungen in Frankreich und Deutschland entstand die vierbändige Untersuchung.